Marksburg

Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und gilt heute als Inbegriff einer mittelalterlichen Burg. Dabei hat sie in ihrer langen Geschichte so manche Krise überstanden und wechselte mehr als einmal Besitzer und Funktion.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts befand sich die Marksburg im Besitz der Eppsteiner, einer der mächtigsten Familien des Hochmittelalters. Verschiedene Bautätigkeiten durch die Grafen von Katzenelnbogen legten später  den Grundstein für das heutige Aussehen der Burganlage. 

Doch nachdem die Burg den Ansprüchen als Wohnanlage nicht mehr gerecht werden konnte, verfiel sie im Laufe der Jahrhunderte immer mehr und diente schließlich in der napoleonischen Zeit als Staatsgefängnis und Invalidenunterkunft. Erst im Jahr 1900 und erneut nach 1945 wurde die Restaurierung der Marksburg vorangetrieben.

Seit einigen Jahren gehört die Höhenburg zum UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und ist für Besucher geöffnet. Die typisch gestalteten Innenräume wie Burgküche, Rittersaal, Kapelle, Folterkammer etc. bieten ein authentisches Bild vom Leben im Mittelalter und sind im Rahmen von Führungen zu besichtigen. 

Darüber hinaus finden auf der Marksburg auch verschiedene Veranstaltungen statt. So gibt es regelmäßig öffentliche Ritteressen in der Marksburgschänke, außerdem ist die Durchführung von Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen geplant.